Kategoriearchiv: 2016/17

Unser letzter Eintrag

Von Laura und Paulina

Bei uns beiden fängt jetzt langsam der Countdown an, da wir nun unsere letzten 4 Wochen auf den Philippinen anbrechen. Um diese unvergessliche Zeit mit einem genauso unvergesslichen und vor allem prägenden Projekt abzuschließen, arbeiten wir nun seit April bei Missonaries of the poor.

Wie schon im vorigen Beitrag erklärt, handelt es sich dabei im eine religiöse Institutionen, die von Brüdern geleitet wird und sich um die Extremfälle der Gesellschaft, welche ausgestoßen und gerettet wurden, kümmert.

In dem sogenannten Apostolate gibt es drei verschiedene Bereiche: die Kinderabteilung, die Männerabteilung und die Frauenabteilung. Bei den rund 20 Kindern handelt es sich meist um verkrüppelte und geistlich behinderte Mädchen und Jungs, welche von ihren Eltern misshandelt und verstoßen wurden. Drei davon sind auch hyperaktiv und halten uns tag täglich auf Trapp, da kann es nämlich auch mal passieren, dass der eine mit dem Inhalt einer Windel kreativ wird und anfängt die Wand zu bemalen. Wir helfen dort also wo wir können, da es ihnen zum Beispiel nicht möglich ist selbst zu essen, helfen wir dabei sie zu füttern. Außerdem spielen wir mit den Kindern, helfen beim Putzen, Haare schneiden und beim Kochen.

So ähnlich läuft es auch bei den circa 60 Männern und Frauen ab, welche meist geistlich auf dem gleichen Stand wie Kinder sind und daher Unterhaltung brauchen. Ganz einfache Sachen wie basteln, tanzen oder Nägel lackieren genügt schon, um viele glückliche Gesichter zu sehen.

Man kann also sagen, dass es dort einiges zu tun gibt und uns nicht gerade langweilig wird. Dazu kommt außerdem noch die mittlerweile nahezu unerträgliche Hitze hier auf den Philippinen, welche einen ohne Pause schwitzen lässt. Bei gefühlten 37 Grad kann es einem schon mal warm werden, vor allem ohne Klimaanlage und Ventilator in Mop.

Bilder machen sind hier leider verboten, für weitere Infos kann man aber gern einen Blick auf die Website werfen:

http://www.missionariesofthepoor.org/our-missions/philippines-naga-city/

In Mop lernen wir nicht nur wie man sich um spezielle Menschen kümmert, sondern auch wie gut wir es selbst haben. Wir lernen vor allem unsere eigene Gesundheit und unsere Art zu Leben sehr zu schätzen und sehen daher nicht mehr alles für selbstverständlich an.

The Musical „The Messiah“

Von Paulina und Laura

Um unser letztes Projekt zu verstehen fangen wir am besten ganz von vorne an. Im Jahr 1981 gründete Father Richard Ho Lung eine Organisation namens Missionaries of the poor. Dabei handelt es sich um ein Heim, in dem Arme, Obdachlose und behinderte Menschen aufgenommen werden. Meist wurden diese von der Gesellschaft ausgestoßen und wurden somit von der Straße gerettet. Viele Opfer, vor allem Kinder, haben schon im jungen Alter so schwere körperliche Schäden durch Hunger und Misshandlung, dass die meisten verkrüppelt sind.

Ursprünglich wurde diese Organisation in Jamaika ins Leben gerufen und hat sich über Afrika und Indien bis auf die Philippinen verbreitet. Da die Brüder von MoP dort freiwillig arbeiten, hat Fr. Ho Lung einen anderen Weg gefunden um Geld für die Bedürftigen zu sammeln und so kam die Gruppe „Father Ho Lung and Friends“ zustande. Diese jamaikanische Gruppe macht seit vielen Jahren Reggae Musicals, welche die Geschichten der Bibel erzählen uns durch lockere Rhythmen unterhaltsam gestaltet werden.

Doch was hat das alles mit den Philippinen und vor allem mit uns zu tun?

Die Sache ist die: Seitdem wir hier sind bekamen wir die Chance bei den Camerata Kultura mitzumachen, ein Chor unter der Leitung von Mrs. Zaens welcher größtenteils aus Studenten besteht. Dieser Chor hat schon einmal vor Jahren mit der jamaikanischen Gruppe zusammengearbeitet und wie es der Zufall will gab es dieses Jahr wieder die Möglichkeit!

So kam es also dazu das die Jamaikaner auf die Philippinen kamen und wir alle zusammen ein Musical unter dem Titel „The Messiah“ auf die Beine gestellt haben. Es folgten also unzählige Stimmproben und Choreographie Training in Naga mit den Brüdern von MoP und Kindern aus Manila, welche dort in den Slums leben und auch bei der Aufführung mitwirken durften.

Female Cast, Camerata Kultura

Nach viel Arbeit und langen Nächten ging es dann schließlich mit allen in die Hauptstadt Manila, wo das ganze stattfinden sollte. Das 2 stündige Musical wurde im Star Theatre in Pasay City 14 Mal aufgeführt und das ganze Geld kommt den Missionaries of the poor zu Gute!

Nach zwei Wochen Aufenthalt in Manila, tollen Shows und neuen Erfahrungen haben wir etliche neue Freundschaften geschlossen und es hat sich angefühlt wie eine große Familie. Der Abschied fiel uns allen nicht leicht aber wie Fr. Ho Lung so schön gesagt:

„It´s not all about the art of ´The Messiah´, but also about building bridges between people! “.

3 Wochen in Jaen, Nueva Ecija

Von Corinna und Franzi

Die letzten 3 Januarwochen verbrachten wir nördlich von Manila in einem kleinen, aus bunten Häusern bestehenden Dorf, das umgeben von Reisfeldern liegt. Es wurde von der philippinischen Hilfsorganisation Gawad Kalinga erreichtet und beheimatet derzeit 27 Familien. Wir durften während unseres Aufenthaltes zusammen mit einer Familie dort leben und hatten die Chance, das sehr einfache Leben der Menschen kennen zu lernen.

  

Ein Leben ohne fließendes Wasser, Wäsche ausschließlich kalt und von Hand waschen, auf den Reisfeldern auf Rattenjagd gehen, ganze Häuser komplett ohne größere Baumaschinen errichten, sein Abendessen selbst schlachten und in ständigem Kontakt mit Insekten seinen Tag verbringen. Klingt unvorstellbar, für uns jedoch 3 Wochen Realität. Das bedeutete vor der Morgentoilette erst einmal zum Dorfbrunnen zu laufen und Wasser für den Tag holen, das aber meist nach einem ausgiebigen Toilettenbesuch schon wieder aufgebraucht war. (Noch nie bekamen wir so deutlich zu spüren, wie viel Wasser eine Toilettenspülung eigentlich verbraucht.) Ratsam ist es zudem, vor der Toilette noch einmal den Wasservorrat zu checken, damit Corinna nicht kurzfristig zum Brunnen sprinten muss, da alles Wasser aufgebracht aber der Spülgang noch nicht beendet ist.

Nach einem oft sehr reichhaltigen Frühstück, das jeden Tag für uns von einer anderen Familie zubereitet wurde, halfen wir dann dabei Häuser zu bauen. Diese werden von Familienmitgliedern der später dort einziehenden Familien selbst errichtet (natürlich nicht ohne Bauleiter und einige Fachkräfte), sodass ausschließlich die Materialkosten von Gawad Kalinga bzw. deren Sponsoren übernommen werden müssen.  Fast 2 Meter tiefe Löcher ganz ohne Bagger schaufeln, Beton ohne Zementmischmaschine ebenfalls nur mit Schaufeln anrühren und dann in selbstgebauten Eimern in die einzelnen Häuser schleppen – wie alles andere in Jaen lief auch der Hausbau sehr simpel ab. Die sehr anstrengende Arbeit machte uns jedoch großen Spaß, besonders wegen der freundlichen Arbeiter, die uns von Anfang an herzlich aufnahmen und stets besorgt waren, dass die Arbeit zu anstrengend für uns sein könnte und uns daher stetig daran erinnerten Pause zu machen. Uns kam das tägliche „Workout“ jedoch sehr zu Gute, da wir von den Menschen im Dorf zusätzlich zu den reichhaltigen  3 Hauptmahlzeiten am Tag ständig Kaffee, Süßigkeiten oder Snacks angeboten bekamen. Da man diese Angebote nicht ablehnen sollte, weil die Menschen sich sonst verletzt fühlen ( die Goldene Regel lautete: „Never say no“), wären wir ohne diese anstrengende Arbeit am Ende wahrscheinlich nach Manila zurückgerollt.

Neben der Arbeit wurden wir auch mit kulinarischen Besonderheiten konfrontiert. So gab es zum Abendessen Enten-Balut-Salat (zur Erklärung: Balut ist ein gekochtes Ei, in dem ein bereits entwickeltes Embryo vorhanden ist)und zum Mittagessen musste die Ente erst Mal geschlachtet und die Federn gezupft werden. Nachdem Franzi dankend ablehnte, der Ente die Kehle durchzuschneiden, übernahm dies unsere Gastmutter. Leider traf sie nicht die Hauptschlagader der Ente, wodurch wir Zeugen eines verzweifelten, einige Minuten andauernden Überlebenskampfes wurden.
Etwas tierfreundlicher, jedoch nicht PETA-geeignet, ging es bei der Rattenjagd zu. Die Aufforderungen einiger Jungs ,,come on, let’s go catching rats‘‘ hielten wir zunächst für einen Scherz, bis wir uns in mitten von Reisfeldern mit einer Horde von mit Bambus bewaffneten Kindern wiederfanden. Die Löcher der Reisfeldratten wurden mit Wasser gefüllt, sodass diese beim Fluchtversuch von den anwesenden Jungs mit einem Stock erschlagen werden können. Anschließend wurden – mit einem leider nicht sehr scharfen Messer – Krallen, Kopf und Schwanz abgeschnitten und die Organe entnommen, sodass uns einer der Jungs stolz ,,Rat Adobo‘‘ anbieten konnte.

Zum Abenteuer wurde auch das wöchentliche Wäsche waschen, da wir natürlich nicht den Hauch einer Ahnung haben, wie man eigentlich mit Hand, Bürste und Waschbrett seine Wäsche macht. Begleitet wurden wir dabei von Ate Roxanne, die gefühlt die einzige Person im ganzen Dorf mit einigermaßen guten Englischkenntnissen war und uns die ausgeklügelten Techniken der Frauen etwas näher brachte. So wurden die gewaschenen Sachen am Ende auf Grund der Ästhetik auf links gedreht, nach Art des Wäschegegenstandes und Länge sortiert auf die durchs ganze Dorf gespannten Wäscheleinen aufgehängt. Da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist wurden wir dauerhaft dabei von schaulustigen Kindern und Eltern beobachtet, die sich auch nicht scheuten uns bei unserer sehr langwierigen Aufgabe von 1 bis 2 Stunden zu begleiten.

Während unseres Aufenthaltes kamen wir nicht nur der Dorfgemeinschaft, sondern auch den einheimischen Insekten ein wenig näher. Da die Toilette nach oben hin geöffnet und das gesamte Haus sehr offen war, schraken die Kakerlaken mehrmals nicht davor zurück, uns teilweise zu sechst abends auf der Toilette zu überraschen. Auch das ständige Jucken nachts, verursacht durch einige kleine Freunde im Bett, konnte von uns auf Grund der Müdigkeit schnell überwunden werden, im Gegensatz zu Ameisenhaufen, mit denen Franzi wiederholt Bekanntschaft machte. Wir lernten auch, etwas zu Essen besser keine 15 Minuten unbeobachtet liegen zu lassen, da die Ameisenstraße dorthin nicht so einfach zu beseitigen ist.

Zwischen der Arbeit von Montag bis Samstag bekamen wir auch die Gelegenheit, einige Ausflüge nicht nur mit dem Tricycle, sondern auch mit einem Carabao (Wasserbüffel) zu machen und somit auch Reis zu pflanzen und Mangos zu ernten.

Während unserer Zeit in der GK-Community in Jaen haben wir nicht nur Vieles gelernt und erlebt, sondern auch die Zeit mit den Kindern und überaus höflichen und aufgeschlossenen Bewohnern sehr genossen. Der tägliche Umgang mit den Kindern, das Helfen beim Hausbau für nachfolgende Familien, das Volleyballspielen am frühen Abend, der Sonnenuntergang an den Reisfeldern oder etwa das Lagerfeuer aus getrockneten Palmenblättern sind nur einige Beispiele dafür, wie sehr es uns trotz des zugegebenermaßen simplen Lebensstandards gefallen hat.

Unsere Urlaubs-Highlights

Von Corinna und Franzi

Legazpi

ATV – Tour am Fuße des Berges Mt. Mayon

Cebu

Bei der Twin-City Tour in Cebu am Denkmal des Nationalhelden Lapu-Lapu

Bohol

Chocolate Hills in Bohol
Alona Beach
Tarsier-Äffchen
Ein Sonnenuntergang am Alona Beach
Tauchen mit Walhaien in Oslob

Banaue

Ein Blick auf die Reisterrassen in Banaue
Der Ausblick des Hotelpools auf bergige Landschaft
Auf einer Wanderung auf den Reisterrassen, die an einer heißen Quelle endete

Manila

Nach 12 Stunden Busfahrt mussten wir am Flughafen in Manila auf dem Weg nach Palawan feststellen, dass die Reiseagentur einen falschen Flug gebucht hat

El Nido

Snake Island

7 Command Beach

Puerto Princesa

UNESCO Weltkulturerbe: Underground River
Honda Bay Tour

Karaw Craftventures

Von Paulina und Laura

Nach drei sehr erholsamen und spannenden Wochen ging es danach aber wieder an die Arbeit. Jeden Montag und Freitag unterstützen wir ein soziales Unternehmen namens „Karaw Craftventures“. Dieses Unternehmen arbeitet Hand in Hand mit zwei unterschiedlichen Gruppen von Frauen. Zum einen mit den weiblichen Gefängnisinsassen des örtlichen Gefängnis Naga City Jail, welche meist nur dort gelandet sind weil sie keinen anderen Ausweg mehr gesehen haben. Die Gefangenen handeln meist aus Not und Armut, da sie nichts zum essen haben, kein Zuhause oder ihre Familie nicht mehr versorgen können.

Zum anderen mit den Frauen die auf der Müllkippe Balatas hier in Naga City arbeiten. Um sich besser vorstellen zu können was man hier unter Müllkippe versteht ein kleiner Einblick:

Auf dieser Müllkippe werden täglich 160 LKW Ladungen Müll aus der ganzen Stadt gebracht, natürlich ohne jegliche Mülltrennung oder sonst was. Die Arbeit hier besteht aus einer Tages- und einer Nachtschicht mit jeweils 12 Stunden und dabei wird Müll wie Plastikflaschen, Blechdosen oder Kartons aussortiert und gesammelt. Verdienen tut man damit so gut wie gar nichts, für ein Kilo Flaschen gibt es umgerechnet 12 Cent und für Dosen 9 Cent.

Arbeiten dürfen dort eigentlich nur Erwachsene, sprich Leute über 18 Jahre, leider funktioniert das nicht wie geplant und oftmals springen Kinder als Ersatz für ihre Eltern ein.

Um den Leuten also eine Zukunft zu ermöglichen und sie vor allem von diesem Alltag wegzubringen hat Karaw ein Projekt ins Leben gerufen bei dem genau diese Frauen angesprochen werden. Es handelt sich dabei um das sogenannte „Ragpet-project“, welches im Großen und Ganzen daraus besteht aus alten Stoffresten ,die meist gesponsort werden, kleine Stofftiere zu nähen. Stofftiere zum einen weil es nicht zu anspruchsvoll ist, da diese Frauen keinerlei Ausbildung vorweien können und zum anderen weil es harmlos ist und zum Beispiel die Gefängnisinsassen nicht auf falsche Gedanken kommen können.

Diese süßen Tierchen werden dann verkauft und die Einnahmen kommen den Arbeiterinnen zu Gute damit diese die Chance haben aus ihrem Teufelskreis raus zu kommen und ein besseres Leben für sich selbst und ihre Familien in Aussicht haben.

Weihnachtsurlaub

Von Paulina und Laura

Erst die Arbeit dann das Vergnügen heißt es doch so schön, nach 3 Monaten hier auf den Philippinen haben wir uns also unsre Weihnachtspause kräftig verdient!

Zu Weihnachten gehört bekanntlich ja auch die Familie, was tut einem also besser als Besuch von Zuhause über die Feiertage? An dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an unsre Familien für die Unterstützung, ohne euch wären wir wohl heute nicht hier!

Lange Rede kurzer Sinn: Um euch nicht zu neidisch zu machen nur ein paar Urlaubseindrücke von den Philippinen 😉

Eindrücke von Paulina:

Bohol, Whitesandbeaches

Bohol, Chocolate Hills
Siquijor

Manila

Eindrücke von Laura:

Manila
Banaue, Reisterrassen
Vigan
Berglandschaft im Norden Luzons
San Augustin Church, Paoay
Sinking Belltower, Laoag

Underground River, Palawan
Nagtabon Beach, Palawan

 

Kindergarten classes

Von Corinna und Franzi

Die letzten Wochen vor unseren Weihnachtsferien verbrachten wir in der Fairview Elementarry School, in der wir die Kindergartenlehrerinnen bei ihrer Arbeit mit den Kindern unterstützten.
Dabei wurden jedem von uns zwei Klassen zugeteilt (die Kinder der Kindergartenklassen werden in vier Schichten a vier Klassen über den Tag verteilt) und wir wurden von den Lehrern aber auch von den Kindern sehr herzlich empfangen.  Da wir die Kinder direkt ins Herz geschlossen haben, haben wir uns auch an den Wochenendaktionen zum Beispiel der girl scouts beteiligt und mitgeholfen.

Während unserer Zeit fand auch die Parade of Characters als Teil des englischen Monats statt, bei der unsere Kinder sich verkleiden und eine eingeübte Choreographie präsentieren mussten. In deren Vorbereitung waren wir voll involviert, sodass wir am Tag der Aufführung spontan von den Lehrerinnen dazu animiert wurden, mit ihnen auf der Bühne vor versammelter Schulgemeinschaft einen weiteren Tanz aufgeführt haben.

Während die meisten der Kindergartenkinder ihre ersten Wörter Englisch lernten, nutzten wir die Gelegenheit, um unser zugegebenermaßen sehr schlechtes Tagalog um ein paar einfache Wörter zu erweitern. Ansonsten verbrachten wir die restliche Zeit mit tanzen, basteln, malen und singen.
Während unseres Aufenthalts erlebten wir auch eine kulinarische Erfahrung der besonderen Art. Mit dem Gedanken, Reis mit zur Schule zu nehmen und vor dem Gebäude in einem Fensterladenrestaurant eine Beilage zu bestellen, probierten wir ein nach Hackfleisch aussehendes Gericht. Bei dem ersten Bissen konnte man jedoch merken, dass es sich NICHT um Hackfleisch handelte. Franzi hatte das Glück, erst nach dem Essen von ,,Bopis‘‘ festzustellen, was sich tatsächlich dahinter verbarg. Corinna wurde der Appetit jedoch vorher verdorben, nachdem ihr ihre Lehrerin erklärte, dass es sich um gehackte Schweine und Kuhlungen, sowie deren Herzen handelte (wonach die Konsistenz und der hohe Blutgehalt auch schmeckte). Unsere von Balut und anderen Spezialitäten schon abgehärteten Mägen trafen bei diesem Gedanken jedoch auf Widerstand, sodass dieses Gericht auf unserer roten Liste steht.
Abgesehen davon verbrachten wir zwei erlebnisreiche aber auch anstrengende Wochen, die uns viel Spaß bereiteten.

Taifun Nina

Von Paulina und Laura

Von sogenannten Taifunen hört man meist nur in den Medien und kann sich selbst gar nicht vorstellen wie schlimm eine solche Naturkatastrophe ist.  Auf den Philippinen kann es jährlich zu bis zu 20 Taifunen kommen, was an der Lage des Insel Archipels liegt, da wir hier mitten im „Ring of fire“ sind. Als kleines Weihnachtsgeschenk hat die Natur uns also den Taifun Nina oder Nock-Ten mit Stärke 4 von 5 geschenkt. Mit einer Geschwindigkeit von fast 300 km pro Stunde hat Nina nicht nur Bäume aus der Erde gerissen, sondern auch Strommasten und dadurch dafür gesorgt, dass die Leute in 5 Provincen hier 2 bis 4 Wochen keinen Strom hatten.

Da solch eine Situation für die Filipinos aber leider schon zum Alltag dazu gehört, hieß es in unsrem Fall das Beste draus machen…

Plätzchen backen

Von Laura und Paulina

Um eine richtige Weihnachtsstimmung zu bekommen, dürfen natürlich die Plätzchen nicht fehlen! Um auch dieses Jahr nicht darauf verzichten zu müssen, haben wir bei einer angenehmen Außentemperatur von circa 30 Grad angefangen einfache Butterplätzchen zu backen. Ob das die beste Idee war lässt sich schwer sagen, denn jeder weiß wohl was passiert, wenn es warm ist und man Butter verwendet. Der Teig wurde also von Hand geknetet und da wir natürlich kein Nudelholz hatten, haben wir improvisiert und eine Flasche zur Hilfe genommen.

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Malerarbeiten

Von Paulina und Laura

Früh am Morgen sind wir heute aufgebrochen und nach Libmanan gefahren, was eine Stunde entfernt von Naga liegt. Dort befindet sich ein wirklich spannendes Projekt, eine Dorf das für Leute eröffnet wurde mit Schicksälen wie zum Beispiel Naturkatastrophen. In diesem Dorf stehen 40 kleine aber feine Häuser die mit Hilfe von Sponsoren errichtet wurden. Das ganze Projekt nennt sich Gawad Kalinga (kurz GK) und hat über 30 Einsatzplätze in den Philippinen! Es ermöglicht Familien dort zu leben, ein Teil der Gemeinschaft zu werden und vor allem eine Zukunft für ihre Kinder zu schaffen!

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Das Dorf wurde vor 11 Jahren errichtet und die Häuser wurden damals auch das letzte Mal gestrichen. Unsere Aufgabe an diesem Tag war also die Häuser wieder in Schwung zu bekommen und ihnen einen neuen Anstrich zu verpassen. Wir waren also den ganzen Tag mit streichen beschäftigt und haben dabei viele neue Leute kennengelernt und außerdem. In jedem Haus lebt eine andere Familie die eine Geschichte zu erzählen hatte, was die Sache umso interessanter gemacht hat!

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