Mit was kann man Kindern eine richtig große Freude bereiten? Richtig, mit Pizza! Also haben wir den Entschluss gefasst für 80 Personen Pizza zu backen, was sich als komplizierter herausstellte als erwartet, wenn man weder die richtigen Zutaten, noch ein Rezept zur Hand hat.
Unterstützung hatten wir mehr als genug, die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache, haben Gemüse geschnitten und alle möglichen Sachen hinzugefügt.
Man kann sagen das Ergebnis war überragend! Alle waren begeistert und die ganze Aktion hat sich wirklich gelohnt.
Die Mitarbeit beim Unterrichten stellt also momentan unsere Hauptaufgabe dar, aber auch sonst wird einem hier definitiv nicht langweilig, es gibt immer irgendwo etwas zu tun.
Egal ob bei musikalischer Unterhaltung, bei der Zubereitung von abgefahrenem Essen (sehr interessant!), bei sportlichen Aktivitäten wie Volleyball oder Basketball, oder einfach nur bei irgendwelchen gemeinsamen Spielen mit den Kindern, alles macht irgendwie Spaß!
Nach einer Reise beginnend in Kaldenkirchen/Leinfelden über Frankfurt und Doha erreichten wir nach ca. 30 Stunden den Flughafen von Manila. Das überraschend gute Essen im Flugzeug, der luxuriöse Flughafen in Doha, kurze Sporteinheiten im Silent-Room dort und mehr oder weniger interessante Bekanntschaften im Flugzeug und an den Flughäfe ließen uns die Reisezeit jedoch deutlich kürzer erscheinen.
Der erste Zwischenfall erwartete uns bereits am Flughafen in Manila, als wir festellen mussten, dass Corinnas – sorgfältig in Zellophanfolie verpackter – Koffer nicht richtig verschlossen und ohne Folie am Gepäckband an uns vorbei fuhr. Wie sich herausstellte hatte der frankfurter Zoll ihren Koffer geöffnet, angeblich gewisse Gegenstände entnommen und diesen anschließend nicht richtig verschlossen. Auch nach mehrmaligem Durchschauen des Gepäcks konnten wir jedoch keine fehlenden Gegenstände ausmachen.
Nach einigen aufgrund des Jetlags schlaflosen Nächten versuchen wir uns momentan auf dem Campusgelände der Ateneo de Manila University (dort sind wir in einem Studentenwohnheim untergebracht) zurechtzufinden und uns an Klima und Essen zu gewöhnen. Vor allem die Mischung aus hoher Luftfeuchtigkeit und andauernder Hitze (allerdings soll es laut Einheimischen zur Zeit eher kühl sein) und das teilweise sehr süße und für deutsche Verhältnisse exotische Essen sind im Moment noch sehr ungewohnt.
Taho, ein Snack unter anderem aus braunem Zucker, weichem Tofu und Sago Perlen
Die aufgeschlossenen, gastfreundlichen und zuvorkommenden Filipinos und Filipinas, die wir bis jetzt kennen gelernt haben helfen uns jedoch sehr bei der Eingewöhnung. Besonders Abbey und Gladys kümmern sich momentan sehr herzlich um uns und die holländische Studentin Irene, die für vier Monate ihr Auslandssemester hier absolviert.
Durch die Lage der Universität und somit auch unseres Wohnheimes, die sich auf einem Hügel befinden, sind wir nicht nur vor Fluten gesichert, sondern genießen aus unserem Zimmer heraus auch einen weitreichenden Blick auf einen Stadtteil Manilas.
Angekommen sind wir also, doch was nun? Wir wollten natürlich was mit den Kindern machen, ganz klar, was bietet sich da mehr an als die Schule? Wir bekamen also die Möglichkeit in der Elementary school die Klassen 4 bis 7 zu unterrichten, und bekommen dabei auch Unterstützung von den Lehrern.
Ihr fragt euch bestimmt: Wie ist es denn möglich das ihr mit philippinischen Kindern kommunizieren könnt? Nichts leichter als das: Von klein bis groß können hier fast alle sehr gut Englisch sprechen! Alles andere wird mit Händen, Füßen und Grimassen geregelt.
Nur noch zu zweit (Paulina und Laura) kamen wir von Manila über Naga City nach Iriga und haben dort nach zweitägiger Anreise schließlich unser endgültiges Ziel für den ersten Monat erreicht: Das Fatima Center integrated Farm School. Dabei handelt es sich um eine Art „Internat“ für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Etwa hundert Kinder leben hier auf diesem Gelände, welches nicht nur aus der Elementary school und der Highschool besteht, sondern auch einen eigenen Bauernhof beinhaltet.
Herzlich empfangen wurden wir dort von unzähligen, super lieben Kindern und kamen uns gleich willkommen vor!
Es geht los, endlich! 8 Monate von daheim, 11.000 km weit weg, auf der anderen Seite der Welt! Aber warum der ganze Aufwand? Wir vier jungen, frischgebackenen Abiturientinnen haben beschlossen einen sogenannten Bundesfreiwilligen Dienst zu leisten und reisen dafür um die halbe Kugel, auf die Philippinen.
v.l.: Franzi, Corinna, Paulina und Laura
Freiwilligen Dienst also, aha, und was soll das sein? Genau das werden wir hier in nächster Zeit klären. Wir versuchen euch, liebe Leser, mit diesem Blog auf unser halsbrecherisches Abendteuer mitzunehmen und euch zusätzlich die philippinische Kultur näherbringen.
Der ganze Spaß begann also in Frankfurt, führte uns unzählige Flugstunden und Pausen über Doha nach Manila in die Hauptstadt des Archipels der 7107 Inseln, welche die Philippinen ausmachen.